Die Zitadelle auf dem Gellértberg
Bei unseren früheren Besuchen in Budapest war die Zitadelle, die von der Buda-Seite aus über Budapest wacht, wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Wir mussten also lange warten, bis wir endlich die herrliche Aussicht genießen konnten.



Der Aufstieg auf den Gellért-hegy ist kurz, aber durchaus knackig. Der Berg ist nach dem unglücklichen Heiligen benannt, der Ungarn zum Christentum bekehrte, aber schließlich von einer Gruppe von Heiden den Berg hinuntergestoßen wurde. Auf dem Berg steht auch eine große Statue von ihm. Man kann aber auch mit dem Taxi fast bis zum Eingang fahre

Zitadelle diente also nicht dazu, einen heranstürmenden ausländischen Feind abzuwehren, sondern dazu, die aufständischen Ungarn in der Hauptstadt unter Kontrolle zu halten … Sie wurde 1851 von den Österreichern nach einem weiteren ungarischen Aufstand errichtet.
Aber nicht nur die Zitadelle wurde restauriert, es wurde auch eine komplett neue Ausstellung eingerichtet. Mithilfe von KI-Filmsequenzen wird die gesamte Geschichte Ungarns eindrucksvoll zum Leben erweckt. Eine sehr angenehme Stimme — mehrere Sprachen stehen zur Auswahl— erzählt die Geschichte, sobald man einen Raum betritt. Von den allerersten „Magyaren“, die sich im 9. Jahrhundert hier niederließen, bis zum Ende der kommunistischen Herrschaft.
Eine Ausstellung, die wir uns gerne noch einmal ansehen werden, wenn wir wieder Gäste haben: Die Geschichte ist einfach unglaublich faszinierend und farbenfroh. Es ist schwer, einzelne Höhepunkte herauszugreifen. Der rote Faden ist wohl, dass die Ungarn immer wieder aufgestanden sind und ihre Identität und Sprache bewahren konnten, selbst wenn sie teilweise oder vollständig besetzt waren. Und natürlich: „Wer den Gellért-hegy beherrscht, beherrscht Ungarn.“

Wir würden sagen, dass dies ein echtes „Must-see“ ist, wenn man ein bisschen mehr über das ungarische Volk verstehen möchte. Ideal als Auftakt für einen Besuch, damit man alles Weitere besser einordnen kann.
