20251114 080824 scaled

Die andere Seite des Balaton

Auf der komplett anderen Seite des Balaton, rund 100 km von uns entfernt, liegt der Teil des Sees, an dem sich die meisten deutschen, niederländischen und belgischen Touristen niederlassen. Auch bei Ruheständlern ist diese Gegend beliebt, um sich ein ruhiges Plätzchen an der „ungarischen See“ zu kaufen. Wir haben uns dort vor zwei Jahren ebenfalls umgesehen, uns aber schließlich für die etwas teurere, dafür besser von Budapest aus erreichbare und für uns deutlich authentischere nordöstliche Seite entschieden.

Vor zwei Jahren hatten wir bereits die schöne Stadt Keszthely und den Kurort Hévíz besucht – beides absolute Empfehlungen. Der Kis-Balaton (Kleiner Balaton) und die Thermenhotels von Zalakaros waren für uns jedoch noch Neuland.

Beide Orte sind definitiv einen Besuch wert. Zwei Tage im Thermalwasser treiben lassen, Sauna, ausgiebiges Frühstück, Livemusik zum Tanzen und sogar eine große „Spielhalle“ – das Hotel Karos Spa bietet all das. Wir haben dort unser 10-jähriges Zusammensein gefeiert und es sehr genossen. Mehr als zwei Tage brauchen wir dort allerdings nicht. Die Gegend ist stark vom Massentourismus geprägt, mit mehreren riesigen Hotels und Busladungen ausländischer Gäste.

Der Kis-Balaton wird oft als Wanderparadies angepriesen. Es gibt tatsächlich schön angelegte Wege und viele (Wasser-)Vögel. Insgesamt wirkt das Gebiet jedoch sehr parkähnlich. Dadurch ist es gut geeignet für Rollatoren und Rollstühle, aber besonders beliebt bei Anglern. Wir bevorzugen etwas wildere Natur, aber für einen ruhigen, flachen Spaziergang ist es durchaus empfehlenswert.

Fazit

Wir fühlen uns sehr wohl auf unserer weniger touristischen Seite des Balaton. Dass wir keine Landsleute in der Nähe haben, motiviert uns umso mehr, uns wirklich zu integrieren und die Sprache zu lernen.

Ähnliche Beiträge

  • Radtour rund um den östlichen Balaton

    Wir unternahmen eine dreitägige Radtour entlang des Balaton-Sees mit einer zusätzlichen Schleife durch das Bakony-Gebirge, um genügend Strecke zu haben. Wir starteten in Berhida und fuhren über Eplény auf ruhigen Landstraßen zur Nordküste. Über Balatonfüred und die Küste der Halbinsel Tihany überquerten wir bei Szántód zum Südufer. Am dritten Tag verließen wir vorübergehend das Ufer, fuhren über Klippen und Waldwege und endeten wieder in Berhida. Wir trafen auf unbefestigte oder unwegsame Abschnitte, manchmal überwucherte Wege und stark befahrene Strecken ohne Radweg, aber überall genossen wir die Aussicht, die Ruhe und die Flexibilität.

  • Das Trianon-Museum

    Várpalota hat zwei Burgen: eine mittelalterliche Burg, die im Kampf gegen die Türken eine wichtige Rolle spielte, und eine zweite, die ab 1721 von der Familie Zichy erbaut wurde und seit 2004 das Trianon-Museum beherbergt. Dieses im Karpatenbecken einzigartige Museum widmet sich dem Vertrag von Trianon (1920), durch den Ungarn 71,5 % seines Territoriums und einen Großteil seiner Bevölkerung verlor. Es beleuchtet die Geschichte und die Folgen dieses für die Ungarn traumatischen Vertrags. Das Museum ist wunderschön gestaltet, die Texte sind jedoch nur auf Ungarisch, sodass eine Übersetzungs-App erforderlich ist.

  • Hollókő entdecken – Ein zeitloses ungarisches Dorf

    Ein Besuch im historischen ungarischen Dorf Hollókő in der Nähe des Mátra-Gebirges. Vergleichbar mit Bokrijk, aber authentisch: Die Häuser werden noch bewohnt. Das Dorf lebt hauptsächlich vom Tourismus: Geschäfte, Cafés, Museen in jedem Haus. Sie können zu einer Burg wandern und weiter zu einem Kunstwerk namens „Die Handfläche Gottes” mit Blick über das Tal. Fazit: Auf jeden Fall lohnenswert, besonders wenn Sie in der Mátra übernachten.